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Samstag, 19. Juni 2010

BTBTM zu Sarrazin


BTBTM zu Sarrazin


Tarih 18 Haziran 2010, 00:19 Editör News-Eu

Angesichts der provokanten und inkompetenten Äußerungen Thilo Sarrazin's zum Thema Migranten in Deutschland hat türkischer Studierenden "BTBTM" einen offenen Brief an Sarrazin veröffentlicht.

Angesichts der provokanten und inkompetenten Äußerungen Thilo Sarrazin's zum Thema Migranten in Deutschland hat türkischer Studierenden- und Akademikerverein und eingetragener TU Verein 'BTBTM' einen offenen Brief an Sarrazin veröffentlich.

"Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer" – schön, dass Sie sich da wenigstens mit einbeziehen

Sehr geehrter Herr Sarrazin, Sie sind ein Herr des fortgeschrittenen Alters, ein Volkswirtschaftler und zudem Politiker. Man könnte meinen ein Mann von Welt. Ein vorbildlicher Lebenslauf und ein erfüllter Job scheinen Sie aber nicht davon abzubringen Niedriglohnbezieher und wie Sie zu sagen Pflegen: 'Obstverkäufer mit Migrationshintergrund' (im Volksmunde auch als 'Türken' bekannt) zu beleidigen und auf primitive Weise zu charakterisieren. Ihre Umschulung vom Wirtschaftler zum migrationspolitischen Sprecher Ihrer Partei scheinen die meisten, nein eigentlich alle Menschen vor lauter Obst und Gemüse verpasst zu haben. Aber wie kann man sich denn auch vor lauter 'Dummheit' und der Beschäftigung in 'türkischen Wärmestuben' 'Kopftuchmädchen' zu produzieren schon politisch weiterbilden? Uns sei vergeben.

Sie wissen ja, man war beschäftigt, denn wie Sie zu sagen pflegen: "Je niedriger die Schicht, umso höher die Geburtenrate." Irgendwie muss man ja vorankommen, die 'Kopftuchmädchen' produzieren sich schließlich nicht von selbst. Und wie verbittert und ängstlich muss man eigentlich sein um zu sagen: "Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate."? Der Art primitive Äußerungen spiegeln leider nicht Ihren Bildungsstand wieder, sondern sind banal und falsch. Sie sollten nicht nur die Statistiken zum DAX verfolgen sondern von Ihrem hohen Ross runter kommen und mal durch die Straßen Berlins laufen.

Da Sie sich sicherlich schon die nächsten inkompetenten Äußerungen für Ihr nächstes Interview durch den Kopf gehen lassen, erledigten wir den Rundgang mal für Sie: Statt ausschließlich Obstverkäufer vorzufinden liefen uns auch Studenten und Akademiker, Gymnasiasten und erfolgreiche Geschäftsleute, Sportler und Künstler mit Migrationshintergrund über den Weg.

Hätten Sie und Ihresgleichen Ihre Aufgaben richtig erledigt und einen guten Job gemacht so hätte man die Milliarden die für Banken investiert wurden in die Bildung vieler junger Menschen stecken können, damit auch diese gefördert, besser ausgebildet und eines Tages ausgezeichnet werden. Verstehen Sie nach 40 Jahren endlich, dass die Migranten in dieser Stadt und in diesem Land nicht mehr nur die Fabrikarbeiter sind die man per Telefongespräch geordert hat. Nein, sie sind Steuerzahler und arbeiten viel für ihr Geld. Traurig aber wahr, es war nicht die Politik sondern die 'Obstverkäufer' die auf vieles verzichtet und ihre Kinder also genau UNS zu dem gemacht hat was wir heute sind: Studenten der Ingenieurswissenschaften, Soziologie, Wirtschaft, Rechtswissenschaft und vielem Mehr.

Denken Sie nicht, dass man nicht den Mut fasst sich gegen Ihre Äußerungen zu stellen und dass Sie sich alles leisten können, nur weil Sie publik sind. Außerdem sollte Ihnen auch bewusst sein, dass die Diskriminierung von Minderheiten gegen das Grundgesetz ist. Sie tun das Ganze um zu polarisieren und um Ihren Namen in der Presse zu lesen. Das schaffen Sie auch, dabei scheinen Ihnen die Mittel und Themen egal zu sein. Hauptsache man hat was gesagt! Sie haben die Menschen hier her bestellt und nach dem sie ihren Zweck erfüllt haben, wie eine heiße Kartoffel fallenlassen. Die Politik hat unverantwortlich gehandelt und ist immer noch nicht aufgewacht. Man kann nicht jahrelang Nichtstun, und sich dann gemütlich zurücklehnen und kritisieren. -Man erntet was man sät.- und die Politik hat zweifelsohne nichts investiert. Durch Ihre Äußerungen ignorieren Sie die neuen Generationen, von denen schon ein Großteil ohne Zweifel zur Elite gehört. Aygül Özkan ist hier das Stichwort.

Wir bilden keine 'Parallelgesellschaft' in diesem Land sondern integrieren unsere Wurzeln, denn Deutschland ist ein Einwanderungsland. Kulturen müssen akzeptiert werden, auch wenn sie Ihnen nicht gefallen. Eigentlich sollten Sie davon profitieren anstatt darüber abfällig zu reden. Diese Kulturen verfestigen keine Ehrenmorde und Kopftücher in unserer Gesellschaft hier in Deutschland, sondern Werte wie Familienzusammenhalt und Traditionsbewusstsein. Leider Dinge die in unserem hektischen Alltag immer mehr verloren gehen. Ihre abfälligen, pauschalen und schon an Rassismus grenzenden Äußerungen zeugen nicht von Kompetenz sondern sind ein offenes Indiz dafür, dass Sie leider immer noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen sind.

Das Schubladendenken und Ihre auf Klischees basierende Denkweise haben zivilisierte Menschen von Welt nach endlichen Revolutionen und Jahren der Aufklärung abgelegt. Durch neue Kulturen hat sich ihr Horizont erweitert. Wachen Sie auf, wir leben nicht mehr in den Siebzigern. Wir schreiben das Jahr 201Ö. Ja, Sie haben richtig gelesen, 2-0-1-Ö, denn selbst die Nationalmannschaft spiegelt Ihnen die verschiedenen Kulturen Deutschlands wieder. Das jüngste Beispiel ist Mesut Özil.

Wir wünschen uns für Sie, dass dieser Brief ein Denkanstoß für Sie ist. Denn wir alle sind, genauso wie Sie auch: BürgerInnen Deutschlands. Das einzige was uns Unterscheidet sind unsere Wurzeln, denn Gesellschaftlich sind wir auf Augenhöhe, vergessen Sie das nicht. Hören Sie endlich auf Deutsche mit Migrationshintergrund als Bürger 2. Klasse zu behandeln. -Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.- Respektieren Sie diese Menschen und ziehen Sie den Hut vor Ihnen, denn all die Erfolgreichen Namen die Sie in der Politik, im Sport und in der Kunst sehen haben die Menschen ohne jede politische Unterstützung erreicht und werden es weiterhin tun. Gestatten Sie noch eine Frage: Wo kaufen Sie eigentlich Ihr Obst?

Hochachtungsvoll Die 3. Generation


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Donnerstag, 4. Dezember 2008

Verprellte Talente


Die Wirtschaft klagt über den Fachkräftemangel. Dennoch wollen viele Einwandererkinder abwandern, weil sie nach ihrem Studium in Deutschland keinen Job finden

Es ist eine vorbildliche Karriere, die Cihan Batman hingelegt hat: Seine Eltern kamen als Gastarbeiter in den sechziger Jahren nach Deutschland, auf dem Gymnasium in Echterdingen bei Stuttgart war er der erste und einzige Türke, er machte ein gutes Abitur, studierte an der Universität Stuttgart technische Betriebswirtschaftslehre, arbeitete danach bei KPMG, bei der DaimlerChrysler Bank, jetzt ist er Senior Manager bei Vodafone. Gelegentlich geht er zu einem Stammtisch, dort kommen Gleichgesinnte zusammen, Deutsche türkischer Abstammung, hoch qualifiziert die meisten. Um die 300 Leute gehören zu dieser Runde, eine Gruppe, auf die Deutschland stolz sein könnte: Deutsche mit dem sperrigen Etikett »Migrationshintergrund«, die es zu etwas gebracht haben.

Der Haken dabei ist – sie sind nicht mehr in Deutschland. Sie treffen sich regelmäßig in einem Café in Istanbul, es ist ein Rückkehrerstammtisch für Deutschtürken. Sie haben Deutschland verlassen, weil sich ihnen in der Türkei die besseren Karrierechancen bieten, so wie Cihan Batman, oder weil sie in Berlin oder Köln nie heimisch wurden, sich nicht anerkannt fühlten.

Sie könnten in Zukunft viele Nachahmer finden. Sagt der Sozialwissenschaftler Kamuran Sezer. Er wertet gerade eine Umfrage unter 250 türkischstämmigen Akademikern aus, die nächste Woche veröffentlicht wird. Mit seinem Forschungsinstitut futureorg hat er sie nach ihrer Situation in Deutschland befragt. Wie sie denken, was sie wollen, wie sie leben. Eine Gruppe, über die man bisher wenig wusste, sagt Sezer, obwohl hierzulande die Zahl der Studierenden mit türkischem Hintergrund bei ungefähr 24.000 liegt.

Die Forscher wollten herausfinden, wie sehr diese sich mit Deutschland identifizieren können, und stellten dabei unter anderem die Frage: »Beabsichtigen Sie, zukünftig in die Türkei zurückzukehren?« Sie bekamen eine Antwort, die zu denken gibt: 38 Prozent antworteten darauf mit Ja. Als Grund nannten 21 Prozent berufliche Perspektiven, 42 Prozent gaben an, dass sie sich in Deutschland nicht heimisch fühlen. Dabei ist der Wunsch nach Rückkehr bei den Jüngeren, die in Deutschland geboren wurden, genauso ausgeprägt wie bei den Älteren, in der Türkei Geborenen und bei Gutverdienenden genauso groß wie bei Geringverdienern, berichtet Sezer. Und sagt: »Bildung führt also nicht automatisch zu gelungener Integration, sie erhöht nur deren Wahrscheinlichkeit.« Dazu passt, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten die deutsche Integrationspolitik als unglaubwürdig einstuft. [...]

Soner Süral kennt solche Klagen zuhauf. Der Student der Computerlinguistik ist Geschäftsführer des Berliner Studenten- und Akademikervereins BTBTM. Er berät unter anderem Bildungsin- und -ausländer in Sachen Studium. Deren Stimmungslage fasst er in einem Bild zusammen: Oft fühle man sich hier wie »ein Tropfen Olivenöl in einem Glas Wasser. Es vermischt sich nichts.« Der Weg zu einem Wir in Deutschland ist noch weit. Süral sagt: »Man muss den Leuten früher vermitteln, dass man sie braucht, dass man will, dass sie hierbleiben.« [...]

Ein bizarres Labyrinth von Anerkennungsstellen

Mittlerweile beschäftigt dieser Bildungsabsturz auch die Politik. Maria Böhmer, Integrationsbeauftragte des Bundes, hat eine Studie namens Brain Waist in Auftrag gegeben. Demnach finden gerade einmal 16 Prozent der befragten Einwanderer aus Osteuropa einen Job in ihrer Branche, obwohl die meisten über eine Ausbildung oder ein Studium verfügen.

Die Untersuchung offenbart ein bizarres Labyrinth von Anerkennungsstellen und Zulassungsverordnungen, in dem sich nicht einmal deutsche Beratungseinrichtungen zurechtfinden, geschweige denn die Zuwanderer selbst. Mal ist der Bund zuständig, mal sind es die Länder. Brain Waist berichtet von Bewerbern, die sich bei vier Stellen über die Anerkennung ihres akademischen Abschlusses informierten – und vier unterschiedliche Antworten bekamen.

Auf dem Bildungsgipfel haben Bund und Länder eine bessere Beratung der Betroffenen versprochen. Maria Böhmer fordert darüber hinaus für jeden Zugewanderten eine schnelle und bundesweit einheitliche Prüfung seiner Qualifikationen. Dass die Politik rasch handeln sollte, beweist eine Beobachtung von Galina Suppes. Sie berichtet, dass immer mehr Russlanddeutsche der vierten Generation überlegen, ihre berufliche Zukunft in Russland zu suchen. »Sie glauben, dass ihre Chancen auf einen guten Job dort größer sind«, sagt sie. Als Deutscher sei man dort zudem hoch angesehen. In Russland würden sie so finden, was ihre Eltern in Deutschland gesucht, aber nicht gefunden haben: Anerkennung und beruflichen Erfolg.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

Beruf


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Sonntag, 26. Oktober 2008

Migrantenkinder schnuppern Uniluft


Türkischer Verein an der TU Berlin hilft auf dem Weg zum Abitur

Es ist zwei Minuten vor sechs, als Fadil Aslan das Gebäude am Ernst-Reuter-Platz betritt. Jetzt aber schnell in den zweiten Stock, denn der Zwölfjährige will nicht zu spät kommen. Er hat bereits sechs Schulstunden auf dem Gottfried-Keller-Gymnasium hinter sich. Trotzdem kommt er jeden Mittwoch Abend an die TU Berlin zum Büffeln. Er sagt: „Die Lehrer hier sind lockerer, wir sind auch viel weniger Schüler in der Klasse, und man kann mehr Fragen stellen. Außerdem sprechen sie meine Sprache.“ Fadil Aslan nimmt Ergänzungsunterricht beim türkischen Akademikerverein BTBTM.

In dem Verein sind Studenten unterschiedlicher Herkunft, darunter angehende Lehrer, die an der TU Berlin studieren. Viele von ihnen sind Deutschtürken. „Sie sprechen nicht nur mehrere Sprachen, sondern verstehen auch die Mentalität anderer Kulturen“, sagt Funda Takir, Mitglied des Vereins und eine der Organisatorinnen des Projektes „Zweite Generation“. Damit will der Verein den Migrantenkindern – speziell Gymnasiasten – in sieben Fächern helfen.

Im Jahr 2006 bescheinigte die Pisa-Studie dem deutschen Schulsystem, dass es die Kinder von Migranten nur mangelhaft integriert. Deutschland gehört zu den Staaten, in denen die Leistungsunterschiede zwischen Schülern mit Migrationshintergrund und einheimischen Schülern am stärksten ausgeprägt sind.

Auch eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bestätigt diese Einschätzung: Jeder dritte Migrant in Berlin ist erwerbslos. Mehr als 40 Prozent sind von Sozialleistungen abhängig. Generell ist in den deutschen Großstädten die Arbeitslosigkeit unter den Migranten doppelt so hoch wie in der übrigen Bevölkerung. Ursache für ihre schlechten Chancen ist vor allem ihre ungenügende berufliche Qualifikation. Besonders betroffen sind türkischstämmige Jugendliche. Drei von vier Türken in Berlin haben keinen Schulabschluss.

Der türkische Akademikerverein an der TU Berlin erkannte die Defizite für Schüler nichtdeutscher Herkunft bereits vor Jahrzehnten. Mit dem Projekt „Zweite Generation“ gewann er 1992 eine Ausschreibung des Berliner Senats. Seither wird es vom Berliner Migrationsbeauftragten subventioniert. Dieses Geld allein reicht nicht aus, deshalb müssen die Schüler 35 Euro pro Halbjahr zahlen. Aufgrund von Kürzungen sind die Subventionen immer geringer geworden. In ehrenamtlicher Arbeit organisieren und koordinieren die Mitglieder des Vereins das Projekt.

Funda Takir erinnert sich an ihre Zeit, als sie als Schülerin an dem Projekt teilnahm: „Ich muss zugeben, ich stand damals in Mathe sehr schlecht. Ich dachte immer, ich sei zu dumm dafür“, erzählt sie. „Mit dem Ergänzungsunterricht habe ich mich innerhalb weniger Wochen um zwei Noten verbessert. An der TU Berlin wurde mein mathematisches Talent erkannt und gefördert. Jetzt studiere ich hier Mathematik und unterrichte selbst.“

Rund 200 Schüler nehmen derzeit an dem Unterricht teil, statt abends vor dem Fernseher zu sitzen. Die Studenten geben nicht einfach nur Nachhilfe, vielmehr wird der Schulunterricht ergänzt. Die künftigen Lehrer richten ihr Programm nach dem Berliner Rahmenplan und stützen sich dabei auf pädagogische Konzepte.

Auch die Studenten profitieren vom Ergänzungsunterricht. An der Universität werde zu wenig Unterrichtspraxis vermittelt, berichten sie. Hier könne man sich ausprobieren. Im April 2007 gewann das Projekt einen Preis für ziviles Engagement. Im Dezember 2007 verlieh Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, dem Verein die „Berliner Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn“. „Wir haben uns sehr über diese Preise gefreut und hoffen, dass unser Modell Nachahmer findet“, sagt Takir. Vanessa Bohórquez Klinger

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 25.10.2008)



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Freitag, 5. September 2008

Ungenutzte Chance - Warum türkische Akademiker Deutschland verlassen



Sie sind eine Minderheit in Deutschland: gut ausgebildete, türkischstämmige Akademiker, die man in deutschen Führungsetagen gut gebrauchen könnte. Aber immer mehr dieser Hochqualifizierten verlassen das Land oder wollen in naher Zukunft gehen. In Deutschland fühlen sie sich nur unzureichend integriert oder gar missachtet. Viele sind deshalb schon gegangen und finden zum Beispiel in Istanbul gute Arbeitsmöglichkeiten.

Interview mit den BTBTM-Mitgliedern Berna Yardim und Soner Süral...


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Dienstag, 15. Juli 2008

Einen Pass für jede Heimat


Viele junge Migranten müssen sich jetzt entscheiden: für oder gegen den deutschen Pass. Eine Zumutung, findet die SPD, und kämpft wieder für die doppelte Staatsangehörigkeit. Diesmal mit Erfolg?

3300 Jugendliche bekommen in diesen Tagen Post von den Behörden – aber nicht, weil sie irgendetwas angestellt haben, sondern weil sie sich für einen Pass entscheiden müssen. Denn Kinder, die in Deutschland zur Welt gekommen sind und ausländische Eltern haben, erhalten unter bestimmten Voraussetzungen zwei Pässe. Doch zwischen 18 und 23 Jahren müssen sie sich für eine Staatsangehörigkeit und damit für einen Pass entscheiden. Da dieses Modell für alle Jahrgänge ab 1990 gilt, trudeln jetzt die ersten Briefe bei den jungen Leuten ein.

Die SPD, die das Gesetz 2000 beschlossen hat, hält die Regelung inzwischen für Unsinn und sieht in ihr ein bürokratisches Monster. Die Partei will deshalb erneut die doppelte Staatsangehörigkeit durchsetzen, doch der Koalitionspartner, die CDU, ist dagegen. Sie fürchtet, Migranten könnten sich zu wenig mit Deutschland verbunden fühlen.

Für Serdar Yazar vom "Bundesverband türkischer Studierendenvereine" ist es jedoch ein wichtiges Symbol, beide Pässe zu haben: "Im Herzen sind wir Türken und Deutsche." Deshalb setzt er sich seit Jahren für die doppelte Staatsangehörigkeit ein – die es für viele Ausländer schon längst gibt: Bürger aus den EU-Ländern, Schweizer und auch Spätaussiedler dürfen beide Pässe behalten. Yazar hofft, dass nach der Bundestagswahl 2009 der Doppelpass für alle Ausländer kommen wird. Dann würde der 27-jährige Student aus Berlin auch wieder Pass Nummer zwei beantragen – und zwar den türkischen.



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Mittwoch, 18. Juni 2008

Braindrain nach Istanbul

Braindrain nach Istanbul
Viele türkische Akademiker kehren nach dem Studium Deutschland den Rücken
Von David Goeßmann

Auf der Suche nach einem besseren Leben kamen in den 50er Jahren viele Türken nach Deutschland. Heute geht es in die andere Richtung: Laut einer Umfrage des Instituts futureorg wollen 38 Prozent der türkischstämmigen Akademiker Deutschland den Rücken kehren. Sie fühlen sich hier nicht richtig wohl oder sehen bessere Berufschancen in Istanbul, Izmir oder Ankara.

Ein Treffen türkischer Studierendenvertretungen an der Technischen Universität Berlin. Die Ergebnisse der Umfrage haben hier keinen überrascht. Serdar Yazar, Vorsitzender des Bundesverbands türkischer Studierendenvereine:

"Das ist aus der Sicht von Deutschland ein enormer Verlust, finde ich. Das ist wirklich ein Braindrain, das ist nicht hoch gegriffen. Wenn der Grund kein emotionaler ist, dann ist es kein Problem. Wenn es eine rationale Entscheidung ist, man sieht in der Türkei beispielsweise bessere Erfolgsaussichten, dann ist es kein Problem. Aber wenn man sich hier nicht akzeptiert fühlt, und deswegen die Türkei wählt, dann ist es ein Problem."

Das Krefelder Institut futureorg hat 250 türkische und türkischstämmige Akademiker befragt. Über ein Drittel gaben an, in die Türkei auswandern zu wollen. Hauptgrund: Ihnen fehle das Heimatgefühl. Die Integrationspolitik in Deutschland halten sie für unglaubwürdig. Soner Süral ist Vorsitzender des Wissenschafts- und Technologiezentrums an der TU Berlin
(Anm BTBTM-Blog: Soner Süral - Geschäftsführer, Funda Takir - Vorsitzende des BTBTM)

"Voraussetzung, damit eine gelungene Integration stattfindet: Da werden dann solche Sachen gesagt wie die Sprache gut beherrschen, weil die Türken in Deutschland die Sprache nicht richtig können, oder das Bildungssystem, soziale Herkunft. Und schockierend ist halt, dass die Menschen, die das alles erfüllen, sich trotzdem hier nicht heimisch fühlen. Also das, was erwartet wird, erfülle ich. Wenn ich mich dann trotzdem hier nicht heimisch fühlen kann, wenn ich mich nicht als Teil der Gesellschaft fühle, dann macht die Gegenseite, in diesem Fall Deutschland, etwas falsch." [...]



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Montag, 9. Juni 2008

Türkische Akademiker verlassen Berlin


Türkischstämmige Akademiker fühlen sich in Berlin nicht anerkannt. Jeder dritte will die deutsche Hauptstadt deshalb verlassen. Ihr Ziel ist die Türkei. Dabei könnten sie in Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der jeweils anderen Kultur leisten.

Heimat – danach sehnt sich Soner Süral. Der 29-Jährige fühlt sich zwischen Deutschland und der Türkei hin und her gerissen. In Berlin ist er geboren und aufgewachsen. Im türkischen Izmir hat er Deutsch auf Lehramt studiert. An der Uni Potsdam studiert er nun im letzten Semester Computerlinguistik.

Nachdem seine Beziehung mit einer Deutschen in die Brüche ging, kann er sich eine Rückkehr in die Türkei vorstellen – zumal er in Istanbul Verwandte hat. Auch dort einen Job zu finden dürfte kein Problem sein. Als Programmierer hat er auf der ganzen Welt gute Chancen. Doch es geht ihm nicht ums Geld. Soner Süral will sich "einfach irgendwo heimisch fühlen".

Süral ist Geschäftsführer des Berliner Studenten- und Akademikervereins BTBTM, des "Berlin Türk Bilim ve Teknoloji Merkezi" (Türkischen Wissenschafts- und Technologiezentrums), der in der Senatsverwaltung für Integration wegen seiner guten Beratungsarbeit sehr geschätzt wird. Unter den Mitgliedern wird die Abkehr von Deutschland heiß diskutiert. [...]

Arbeitslosenquote dreimal höher

In Berlin leben nach Angaben der Senatsverwaltung für Integration rund 200.000 Menschen türkischer Herkunft, im Wintersemester 2006 waren 1714 türkische Studenten an Berliner Unis eingeschrieben. Wie viele von ihnen dem Land den Rücken kehren wollen, ist nicht belegt. In der Senatsverwaltung will man nicht von einem Trend sprechen, aber Auswanderung in die Türkei gebe es. Nach Schätzungen des Zentrums für Türkeistudien in Essen ist die Arbeitslosenquote unter türkischstämmigen Akademikern hierzulande dreimal so hoch wie bei originär deutschen Kommilitonen. 42 Prozent der türkischstämmigen Haushalte sollen unterhalb der Armutsgrenze leben.
„Das ist nicht aus der Luft gegriffen“, sagt Serdar Yazar zum Thema Emigration. Seit Februar ist der 26-Jährige Vorsitzender des Bundesverbandes Türkischer Studierendenvereine. „Das ist ein Effekt der Globalisierung, der alle trifft. Auch Deutsche.“ Yazar hängt an Berlin, er liebt die Stadt. Der Sozialwissenschaftler hat an der Humboldt-Universität studiert und macht jetzt seinen Master in Politikwissenschaften an der Freien Universität. Das Ausland aber sei eine Option. „Jeder von uns muss mobil sein. Keiner kann mehr damit rechnen, dort zu arbeiten, wo er aufgewachsen ist und studiert oder gelernt hat.“ Sein Trost: Auswanderung muss nicht endgültig sein. So wie viele der türkischen Eltern als Rentner nun zwischen den Ländern pendeln, könnten es auch die Uni-Absolventen von heute machen. „Wir sind bikulturell – das ist doch unser Vorteil.“ [...]


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Dienstag, 20. Mai 2008

"Ich bin Berliner – 100%"


Soner (29), Ferat (28) und Serdar (26) engagieren sich, weil sie sich hier heimisch fühlen wollen. Sie gehören der türkischen Studentenvertretung an, die bei Berlin 08 einige Veranstaltungen auf die Beine stellt. du-machst-Autor Maxi Engel traf die drei. Neben Berlin 08 ging es um Fußball, Bildung und die Basis.

Soner, Ferat und Serdar engagieren sich beim BTS, dem Bundesverband türkischer Studierendenvereine, sowie beim BTBTM (Berlin Türk Bilim ve Teknoloji Merkezi/ Türkisches Wissenschafts- und Technologiezentrum Berlin)

Was macht ihr bei Berlin 08 und wo liegen eure Themenschwerpunkte?

Serdar: Es geht um das Thema Migration. Wir veranstalten am Freitag eine Podiumsdiskussion zum Thema Fußball und Integration. Daraus ergeben sich sehr interessante Fragestellungen, wie zum Beispiel, ob Fußball oder Sport an sich eine Auswirkung auf das interkulturelle Zusammenleben haben. Damit sind auch Fragen der Identität verbunden. Die beiden Tore der Türkei im Spiel gegen Deutschland vor einigen Jahren wurden von Spielern geschossen, die das Fußballspielen in Deutschland erlernt haben. Warum spielen sie für die Türkei , wo sie doch sogar besser Deutsch als Türkisch sprechen?

Ferat: Eins möchte ich noch dazu sagen: Fußball ist ja so ein richtiges Männerthema und bei Türken denkt man ja immer, dass die Frauen nichts zu sagen haben. Hier im Vorstand sind wir allerdings sechs Frauen und fünf Männer und wir haben uns auf dieses Thema geeinigt. Außerdem wird es auch nicht das ganze Wochenende nur um Fußball gehen.

Wen darf man bei der Podiumsdiskussion erwarten?

Serdar: Gäste sind u.a. Kenan Kolat, der Vorsitzende der türkischen Gemeinde. Sinem Turac, eine junge Abiturientin, die als Schiedsrichterin aktiv ist. Cem Özdemir von den "Grünen“, und entweder der Vorsitzende des Berliner Fußballverbands oder des Landessportverbands.

Haben Spaß an ihrer Arbeit: Mitglieder des BTS (Foto: privat)

Was ist sonst noch für Berlin 08 geplant?

Ferat: Am Samstag geht es dann weiter mit unserer Filmvorführung.

Serdar: Dabei wollten wir nutzen, dass wir in so vielen Städten aktiv sind. Wir haben Interviews aufgezeichnet und junge Migranten zum Thema Diskriminierung befragt: Ziel war es den Jugendlichen nahe zu legen, das sie was gegen Diskriminierung tun können. Es gibt ja z.B. Antidiskriminierungsnetzwerke oder die Antidiskriminierungsstelle hier in Berlin.

Ferat: Bei der dritten Veranstaltung geht es dann wieder um Identitätsfragen, diesmal in Bezug auf die doppelte Staatsbürgerschaft. Für den Samstagabend versuchen wir einen türkischen Rapper zu gewinnen, der sozialkritische Texte hat.

Serdar: Für den Sonntag werden wir zwei politische Akteure einladen, die gegeneinander antreten. Sie werden Fragen der Teilnehmer beantworten, die wir über den Samstag hinweg sammeln und auswählen. Den Abschluss bildet ein Zitatspiel, in dem die Politiker berühmte Zitate erkennen und erklären müssen.

Wie schätzt ihr denn die Bildungschancen der in Deutschland lebenden Türkinnen und Türken ein?

Ferat: Bildung ist für uns als Studentenverband natürlich einer der Schwerpunkte. Wir versuchen Programme auf die Beine zu stellen, die Abiturienten aus Migrantenfamilien fördern, damit die Zahl der Hochschulzugänge von Migranten steigt. Da wird deutschlandweit viel unternommen. Aber es gibt immer noch viel zu wenig Studierende mit Migrationshintergrund.

Soner: Dass die Türken bildungsmäßig so schlecht abschneiden, liegt vor allem daran, dass sie aus einem sozial schwachen Umfeld kommen. Es ist weniger ein ethnisches Problem als vielmehr ein soziales. Im Moment machen nur zehn Prozent der Türken, die in Berlin aufgewachsen sind, Abitur.

Lauft ihr als Studentenverband nicht Gefahr, in eine elitäre Richtung zu gehen und die Realität vieler anderer hier lebender Türkinnen und Türken en aus den Augen zu verlieren?

Ferat: Das hängt doch ein bisschen damit zusammen, wie, wo und mit wem man aufwächst. Also ich hatte auch Freunde auf der Rütlischule und habe immer noch Kontakt zu denen, und auch wenn sie nur einen Hauptschulabschluss haben und ich studiert habe, bin ich noch lange nicht abgehoben.

Serdar: Wir sind ja nicht umsonst in diesem Verein und in dem Bundesverband tätig. Wir studieren, arbeiten nebenbei und sind hier aktiv, ohne einen Cent zu verdienen. Ich denke, ein Mensch, der sich sozial engagiert, wird sich nicht zur Elite zählen und die Basis nie aus den Augen verlieren. Bei keinem von uns ist die Bildungskarriere reibungslos verlaufen. Wenn man älter wird, findet man immer mehr Fehler im System und sieht, wo man selbst latent diskriminiert wurde.

Ferat: Deswegen hat das BTBTM das Projekt der "Zweiten Generation“, womit sich Lehrer eine interkulturelle Kompetenz aneignen, ins Leben gerufen.

Ferat vor dem Büro des BTS (Foto: privat)

Wie genau sieht dieses Projekt aus?

Soner: Es geht darum, dass häufig eine unbewusste Diskriminierung stattfindet. Das ist durch die fehlende interkulturelle Kompetenz bedingt, die Lehrer ja in ihrer Ausbildung nicht erhalten. Mit unserem Projekt versuchen wir, diese interkulturelle Kompetenz zu vermitteln. Und zwar mithilfe von Studenten, die nach dem Berliner Lehrplan Ergänzungsunterricht geben. Es gibt mittlerweile 248 Schüler und 21 Kurse. Wir versuchen, die Defizite, die die Schüler in der Schule haben, auszugleichen. Die Schüler sind Gymnasiasten und unser Ziel ist es, dass sie ihr Abitur machen.

Ist denn die Zahl der Migrantenkinder, die erst aufs Gymnasium gehen und dann abbrechen, so hoch?

Soner: Ja, das ist ein Problem. Deswegen bekommen die Schüler bis zum Abitur Ergänzungsunterricht. Das Projekt ist ziemlich erfolgreich, jetzt schon seit 16 Jahren. Wir haben damit auch schon viele Preise gewonnen z.B. den des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Und die Berliner Tulpe haben wir von Oberbürgermeister Wowereit überreicht bekommen.

Fühlt ihr euch in erster Linie als Berliner?

Alle drei nicken.

Serdar: Die neuesten Studien sagen, dass sich zwei Drittel der Jugendlichen mit Migrationshintergrund erstmal mit der Stadt, aus der sie kommen, identifizieren. Danach geht es erst um die nationalstaatliche Identität.

Ferat: Ich würde das noch weiter runter auf die Bezirksebene beziehen. Also, in Reinickendorf fühle ich mich nicht mehr heimisch, eher in Kreuzberg und Neukölln.

Soner: Ich bin in Istanbul zur Schule gegangen und habe dort mein Abitur gemacht. Istanbul ist auf jeden Fall auch meine Stadt. In Deutschland identifiziere ich mich mit Berlin. Ich würde weniger sagen, ich bin Deutscher, aber mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ich bin Berliner.

Ferat, du bist ja kurdischer Abstammung. Stellt das ein Problem für dich in der türkischen Gemeinde dar?

Ferat: Das ist kein Problem, solange wir uns für dieselben Sachen einsetzen. Unser Hauptziel ist es, die Situation der Migranten zu verbessern. Da macht es auch keinen Unterschied, ob man Türke ist, oder Kurde, Italiener oder Grieche. Die türkische Gemeinde macht migrationspolitisch die beste Arbeit. Die kurdische Gemeinde kommt jetzt erst so langsam hinterher.

Welches Hauptanliegen verbindet ihr mit eurem Engagement im BTS bzw. BTBTM?

Soner: Ich möchte meine Zukunft in Deutschland verbringen und setze mich dafür ein, dass ich mich hier heimisch fühlen kann. Ich möchte mich integrieren, ohne mich assimilieren zu müssen.

Serdar: Ich bin in diesen Verbänden aktiv, weil sie die Vielfalt und die demokratische Kultur als oberste Priorität haben. Vor allem wollen wir eine alternative Stimme in der Politik darstellen.

Ferat: Mein Ziel war es von Anfang an, die Klischees aus den Köpfen der Leute ohne Migrationshintergrund zu verbannen. Wenn man einige Reportagen sieht, dann werden oft nur die gewaltbereiten Immigranten gezeigt, die am 1. Mai Steine werfen. Mein Ziel ist es, zu zeigen: Wir sind nicht nur das Andere, sondern auch das Eine.

Infos:

BTBTM (Berlin Türk Bilim ve Teknoloji Merkezi) steht für Türkisches Wissenschafts- und Technologiezentrum Berlin. Der BTBTM ist ein sozialdemokratisch orientierter Verein von Akademikerinnen und Akademikern sowie Studierenden in Berlin, die überwiegend türkischer Abstammung sind. Der Verein wurde 1977 mit den Zielen gegründet, den Technologietransfer in die Türkei zu unterstützen und die akademischen Beziehungen zwischen der BRD und der Türkei zu fördern. Heute sieht sich der BTBTM vor allem als Stütze der in Berlin lebenden jungen Türkinnen und Türken sowie deren Kommunikationsplattform zur politischen und sozialen Auseinandersetzung.

Der BTS (Bundesverband türkischer Studierendenvereine) wurde 1996 als Dachverband der einzelnen in Deutschland existierenden türkischen Studentenvereinigungen gegründet. Sein Ziel ist es, eine repräsentative Funktion für die über 16.000 in Deutschland studierenden Türkinnen und Türken auszufüllen. Über hochschulpolitische Fragen aus der Sicht türkischer Studierender hinaus beschäftigt sich der Verband mit Migrationspolitik im Allgemeinen und der verbesserten Integration ethnischer Minderheiten.

Berlin 08

Der BTS wird bei Berlin 08 das gesamte Wochenende über mit Veranstaltungen vertreten sein.

Interview und Aufmacherfoto: Maxi Engel


Dieser Artikel ist unter der Creative Commons-Lizenz "Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 2.0 Deutschland" lizensiert.


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Freitag, 7. März 2008

Hilfe auf dem Weg zum Abitur

Der türkische Studierendenverein BTBTM an der TU Berlin unterrichtet rund 200 Kinder von Migranten

"Was unsere Lehrkräfte von Schullehrern unterscheidet, ist, dass alle über interkulturelle Kompetenz verfügen. Es sind Lehramts-Studierende und Referendare der TU Berlin verschiedener Herkunft, darunter viele Deutschtürken. Sie sprechen nicht nur mehrere Sprachen, sondern verstehen auch die Mentalität anderer Kulturen", erklärt Funda Gümüsdag, Mitglied des Türkischen Studierenden- und Akademikervereins BTBTM und eine der Organisatorinnen des Projektes "Zweite Generation", die Migrantenkinder auf dem Weg zum Abitur begleitet.


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Freitag, 15. Februar 2008

Positive Gegenbeispiele



Der türkische Verein BTBTM an der TU Berlin führt Kinder von Migranten zum Abitur

"How was your weekend? What did you do?", fragt die Lehrerin in die Klasse. "On Sunday my friend came to visit me …" Fadil fällt Layla ins Wort: "Your boyfriend! Layla has a boyfriend. Duyduk duymadik demeyin …" Die Lehrerin weist ihn schlagfertig zurecht - auf Türkisch, dann fährt sie auf Englisch fort.

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Dienstag, 11. Dezember 2007

The "Berliner Tulpe 2007" goes to BTBTM

2007-12-10 BTBTM gewinnt die "Berliner Tulpe" 2007

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, verlieh auch in diesem Jahr den Preis „Berliner Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn“. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer Feierstunde am 10. Dezember um 18.00 Uhr im Großen Saal des Berliner Rathauses statt.

Die „Berliner Tulpe“ ist ein Preis von Radyo METROPOL FM, der Senatskanzlei Berlin, des Beauftragten für Integration und Migration des Senats von Berlin, des Bildungswerks Kreuzberg und der Werkstatt der Kulturen im Wert von 10.000 Euro, der von der Körber-Stiftung zur Verfügung gestellt wird und deren „Hamburger Tulpe“ Patin ist.

Link zur Pressemitteilung des Senats
Link zur Webseite der Berliner Tulpe

Medien

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Dienstag, 22. Oktober 2002

Verdirbt sich die TU ihren guten Ruf?


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Samstag, 1. Juni 2002

BTBTM feierte den 25.Geburtstag


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Freitag, 8. Dezember 2000

Gründertag für türkische Studierende


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Mittwoch, 12. Juli 2000

Greencard für alle Studenten


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