Montag, 10. November 2008

„Das werden nette Türken“ - Deutschkurse in Istanbul

Von Stefan Tillmann

10. November 2008 Sie ist zwanzig, sagt sie. Ihr Mann hat gerade noch gesagt, sie sei 21. Wahrscheinlich hat er recht - und sie wieder die deutschen Zahlen durcheinandergebracht. Natürlich ist sie auch nervös, gleich ist der mündliche Test. Der erste Teil eben lief gar nicht gut: schreiben, lesen, verstehen.

Hüriyet Özpolat sitzt in der Cafeteria im ersten Stock des Goethe-Instituts und geht den Stoff der vergangenen zwei Monate noch mal durch. Sie wird sich vorstellen müssen. Wie heißt du, wie alt, was sind deine Hobbys? Neben ihr sitzt ihr Mann, Eser Özpolat, und drückt ihre Hände. Er spricht fast perfekt Deutsch. Der Dreiundzwanzigjährige lebt seit 15 Jahren in Elmshorn bei Hamburg, arbeitet in einem griechisch-italienischen Restaurant auf der Reeperbahn. Er hat einen deutschen Pass, fühlt sich als Deutscher, er mag das Land. Nun will er seine Frau nach Hause holen. Sie ist im vierten Monat schwanger. [...]

Ein Tag zuvor, die letzte Unterrichtsstunde. „Bitte - telefonieren - Sie - hier - nicht“, spricht die Lehrerin Gülseren Güleryüz-Karahan vor. Bei „bitte“ hebt sie den Zeigefinger, dann macht sie mit Daumen und kleinem Finger ein Telefonzeichen. Die Klasse spricht nach, mühsam. „Bitte“ und „natürlich“ scheinen die wichtigsten Vokabeln zu sein. „Das werden nette Türken“, sagt Güleryüz-Karahan später im Lehrerzimmer und lacht. Sie ist in Essen geboren und vor anderthalb Jahren nach Istanbul gezogen, mit ihrem Mann. „Ich bin eine Exportbraut“, sagt die Dreiunddreißigjährige und lacht wieder.

Das Mindestalter wurde auf 18 Jahre festgesetzt

Die kleine Lehrerin fand in der Türkei schnell einen Job, weil die Politiker in Deutschland das Zuwanderungsgesetz verabschiedet haben. 367 Vertreter von unterschiedlichsten Verbänden hatte Angela Merkel zum Nationalen Integrationsgipfel geladen. Seit einem Jahr müssen nun Ausländer, die zum Ehepartner oder Verlobten ziehen wollen, einen Deutschtest absolvieren. Das Mindestalter beim „Ehegattennachzug“, wie das im Amtsdeutsch heißt, wurde auf 18 Jahre festgesetzt. Die Politik wollte damit auch die Rechte der Frauen stärken und Zwangsverheiratungen erschweren. Seither haben deutsche Auslandsvertretungen deutlich weniger Visa an Ehepartner ausgestellt. Anfangs ging die Zahl um zwei Drittel zurück, zwischen April und Juni dieses Jahres um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Türken sind am meisten betroffen: Von 40.000 nachziehenden Partnern kamen 2007 ein Viertel aus der Türkei. [...]


„Ja, ich Türke, Türke

Die Schüler verschwinden in die Klassen, die Verwandten müssen vor die Tür. Ein älterer Herr steht da und findet das alles „einen Schmarrn“. Der Mann mit dem Schnurrbart, der seinen Namen nicht nennen will, arbeitet seit Jahrzehnten bei Audi in Ingolstadt. Er begleitet seine Schwiegertochter, der Test sei viel zu schwer. Und überhaupt: „Warum müssen den Türken machen, Japaner und Amerikaner aber nicht?“ Es ist die gleiche Frage, die auch der Europäische Gerichtshof gestellt hat, weshalb die Regelungen derzeit geprüft werden.

Neben dem Mann aus Ingolstadt steht Hassan Özgal, 59, der seit dreißig Jahren in Duisburg lebt und kaum Deutsch spricht. Ob es ihm wichtig sei, dass seine Kinder Türken heiraten? Er versteht nur „Türke“. „Ja, ich Türke, Türke.“ Dann sagt er, dass ihm das gar nicht so wichtig ist. Das sei alles viel lockerer geworden, sagt er ruhig und freundlich.

Bewegen, riskieren, bestehen, aussehen

Später, während der mündlichen Prüfung, drängeln sich die Verwandten im Treppenhaus. Dort hängt das Bild eines jungen Mädchens, das sich vor einem Spiegel schminkt. „Bewegen, riskieren, bestehen, aussehen, seinen Stil finden, anziehen, suchen“, steht darauf, darunter: „Goethe-Institut“.

Nihal Gökmen ist als Erste fertig. Sie lächelt zufrieden, Atilla drückt sie. Später erfährt sie: 71 Punkte von hundert, sechzig waren Pflicht: „befriedigend“.

Eser Özpolat hält es kaum aus. Als eine halbe Stunde später der Aufzug runterkommt, nimmt er seine Frau in den Arm, beide lächeln. Gut sei es gelaufen, sagt sie. Eser küsst sie links und rechts auf die Wange, dann nimmt er ihre Hand und geht mit ihr raus.

Einen Tag später der Anruf im Institut. Eser ist schockiert. „Wir haben verloren“, sagt er am Telefon. Nur vierzig Punkte. Das heißt: wieder wochenlanges Lernen, wieder warten bis zum nächsten Test, bis zur dritten Chance. Eser lächelt trotzdem. Er ist ein stolzer werdender Vater. Der immer noch hofft, dass das Kind im nächsten Frühjahr in Deutschland zur Welt kommt.



Text: F.A.S.
Bildmaterial: F.A.Z.


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Sonntag, 26. Oktober 2008

Migrantenkinder schnuppern Uniluft


Türkischer Verein an der TU Berlin hilft auf dem Weg zum Abitur

Es ist zwei Minuten vor sechs, als Fadil Aslan das Gebäude am Ernst-Reuter-Platz betritt. Jetzt aber schnell in den zweiten Stock, denn der Zwölfjährige will nicht zu spät kommen. Er hat bereits sechs Schulstunden auf dem Gottfried-Keller-Gymnasium hinter sich. Trotzdem kommt er jeden Mittwoch Abend an die TU Berlin zum Büffeln. Er sagt: „Die Lehrer hier sind lockerer, wir sind auch viel weniger Schüler in der Klasse, und man kann mehr Fragen stellen. Außerdem sprechen sie meine Sprache.“ Fadil Aslan nimmt Ergänzungsunterricht beim türkischen Akademikerverein BTBTM.

In dem Verein sind Studenten unterschiedlicher Herkunft, darunter angehende Lehrer, die an der TU Berlin studieren. Viele von ihnen sind Deutschtürken. „Sie sprechen nicht nur mehrere Sprachen, sondern verstehen auch die Mentalität anderer Kulturen“, sagt Funda Takir, Mitglied des Vereins und eine der Organisatorinnen des Projektes „Zweite Generation“. Damit will der Verein den Migrantenkindern – speziell Gymnasiasten – in sieben Fächern helfen.

Im Jahr 2006 bescheinigte die Pisa-Studie dem deutschen Schulsystem, dass es die Kinder von Migranten nur mangelhaft integriert. Deutschland gehört zu den Staaten, in denen die Leistungsunterschiede zwischen Schülern mit Migrationshintergrund und einheimischen Schülern am stärksten ausgeprägt sind.

Auch eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bestätigt diese Einschätzung: Jeder dritte Migrant in Berlin ist erwerbslos. Mehr als 40 Prozent sind von Sozialleistungen abhängig. Generell ist in den deutschen Großstädten die Arbeitslosigkeit unter den Migranten doppelt so hoch wie in der übrigen Bevölkerung. Ursache für ihre schlechten Chancen ist vor allem ihre ungenügende berufliche Qualifikation. Besonders betroffen sind türkischstämmige Jugendliche. Drei von vier Türken in Berlin haben keinen Schulabschluss.

Der türkische Akademikerverein an der TU Berlin erkannte die Defizite für Schüler nichtdeutscher Herkunft bereits vor Jahrzehnten. Mit dem Projekt „Zweite Generation“ gewann er 1992 eine Ausschreibung des Berliner Senats. Seither wird es vom Berliner Migrationsbeauftragten subventioniert. Dieses Geld allein reicht nicht aus, deshalb müssen die Schüler 35 Euro pro Halbjahr zahlen. Aufgrund von Kürzungen sind die Subventionen immer geringer geworden. In ehrenamtlicher Arbeit organisieren und koordinieren die Mitglieder des Vereins das Projekt.

Funda Takir erinnert sich an ihre Zeit, als sie als Schülerin an dem Projekt teilnahm: „Ich muss zugeben, ich stand damals in Mathe sehr schlecht. Ich dachte immer, ich sei zu dumm dafür“, erzählt sie. „Mit dem Ergänzungsunterricht habe ich mich innerhalb weniger Wochen um zwei Noten verbessert. An der TU Berlin wurde mein mathematisches Talent erkannt und gefördert. Jetzt studiere ich hier Mathematik und unterrichte selbst.“

Rund 200 Schüler nehmen derzeit an dem Unterricht teil, statt abends vor dem Fernseher zu sitzen. Die Studenten geben nicht einfach nur Nachhilfe, vielmehr wird der Schulunterricht ergänzt. Die künftigen Lehrer richten ihr Programm nach dem Berliner Rahmenplan und stützen sich dabei auf pädagogische Konzepte.

Auch die Studenten profitieren vom Ergänzungsunterricht. An der Universität werde zu wenig Unterrichtspraxis vermittelt, berichten sie. Hier könne man sich ausprobieren. Im April 2007 gewann das Projekt einen Preis für ziviles Engagement. Im Dezember 2007 verlieh Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, dem Verein die „Berliner Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn“. „Wir haben uns sehr über diese Preise gefreut und hoffen, dass unser Modell Nachahmer findet“, sagt Takir. Vanessa Bohórquez Klinger

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 25.10.2008)



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Freitag, 12. September 2008

Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium


Von Christoph Titz und Jochen Leffers

Die Unterschichtsbremse für die Oberschulen greift höchst zuverlässig: Viertklässler aus armen Familien bekommen viel seltener eine Empfehlung fürs Gymnasium als Kinder betuchter Eltern - bei gleichen Noten. Eine Wiesbadener Studie offenbart, wie ungerecht Lehrer entscheiden.


Zum Ende der Grundschulzeit gibt es eine folgenschwere Entscheidung: Die Wege der Viertklässler trennen sich, die Lehrer empfehlen, wer künftig das Gymnasium, die Real- oder Hauptschule besuchen soll. Das soll der Klassenleiter nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden - streng nach Noten und Eignung des Kindes. Soweit die Theorie.

Und die Praxis? Die sieht ganz anders aus. Eine Studie der Mainzer Gutenberg-Universität bestätigt nun, worauf Bildungsexperten seit Jahren hinweisen: Aufs Gymnasium schaffen es in erster Linie die Privilegierten, nämlich Kinder gut betuchter Akademiker. Schüler aus einer niedrigen sozialen Schicht haben weitaus schlechtere Karten beim Schulübergang. Und zwar auch bei gleicher Leistung.

Die Forscher vom Mainzer Institut für Soziologie sammelten Daten an allen 35 staatlichen Grundschulen in Wiesbaden, rund 2000 Schüler aus über hundert Klassen wurden befragt. Neu an der Studie ist vor allem, dass sie die Faktoren für die Schulempfehlungen in eine eindeutige Reihenfolge rückt. Demnach liegt es stark an Bildung und Sozialstatus der Eltern, ob ein Kind es aufs Gymnasium schafft oder nicht.

Soziale Herkunft entscheidet über Bildungslaufbahn
"Vor allem die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht hat Auswirkungen auf die Schulnoten der Kinder und auf den Bildungswunsch der Eltern", sagte Stefan Hradil, Soziologe und Leiter der Untersuchung, SPIEGEL ONLINE. "Der wichtigste Prediktor ist und bleibt zwar die Note. Neu ist, dass Lehrer offensichtlich schicht- und ethnienspezifische Empfehlungen aussprechen."

Dass da was schief läuft in Deutschlands Schulwesen, ist an sich nicht neu. Das frühe Sortieren und Sieben hat eine starke Tradition - Scheitern und Schule sind Zwillinge. Das Schulsystem produziert Verlierer, die sammeln sich vor allem in den Hauptschulen.

Schon die Iglu-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigte 2004, dass Kinder wohlhabender Eltern den Vorzug vor Viertklässlern aus niedrigeren Schichten bekommen. Insgesamt erhalte fast die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler nach der vierten Klasse falsche Schulempfehlungen, urteilte Bildungsexperte Wilfried Bos nach der Iglu-Veröffentlichung. Das sei ein "bildungspolitischer Skandal", weil beim Übergang zu weiterführenden Schulen eine "soziale Auslese" stattfinde. Dabei solle die Schule genau diese Differenzen ausgleichen, zürnte damals der Forscher.

Heute hält die Hälfte der Deutschen das Bildungssystem für ungerecht. Und das Beispiel Wiesbaden liefert dafür starke Indizien. Man könne die Ergebnisse nicht ohne weiteres auf ganz Deutschland übertragen, schränkt Hradil wissenschaftlich korrekt ein. Doch er geht von einer ähnlichen Situation anderswo aus: "Warum sollte es in anderen Städten in Deutschland anders sein als bei dieser Vollerhebung?"

In Zahlen wirkt das Ergebnis wie ein Zeugnis krasser Diskriminierung: Bei gleich guter Schulnote (2,0) erhielten nur drei von vier Kindern aus der niedrigsten Einkommens- und Bildungsgruppe eine Empfehlung für die höchste Schulausbildung. Dagegen sollten von den Kindern mit wohlhabenden und gebildeten Eltern 97 Prozent aufs Gymnasium - so gut wie alle also.

Oberschichtler auf der Hauptschule? Fast nie
Lässt man die Noten statistisch außen vor, zeigt sich, dass Kinder aus der Oberschicht ohnedies fast immer eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten: 81 Prozent aus dieser Gruppe wollten die Wiesbadener Klassenlehrer auf die höchste Schule schicken. Aus armen, bildungsfernen Familien sahen die Lehrer nur 14 Prozent der Kinder für gymnasiumstauglich an.

"In der Oberschicht kommt eine Hauptschulempfehlung nahezu nicht mehr vor", notierten die Forscher. Dass mindestens ein Elternteil das Abitur hat, ist der entscheidende Faktor dafür, ob auch der Sohn oder die Tochter aufs Gymnasium soll. "Das Einkommen der Eltern spielt zwar auch eine Rolle, noch bedeutender ist aber ihr Bildungsniveau", so Hradil.

Bemerkenswert sind auch die Wiesbadener Befunde zu Einwandererkindern. Als Schüler mit "Migrationshintergrund" stuften die Wissenschaftler alle ein, von denen mindestens ein Elternteil oder das Kind selbst nicht in Deutschland geboren wurde. Aus dieser Gruppe leben "rund 45 Prozent in Armut", bei den Grundschülern ohne Migrationshintergrund nur 17 Prozent.

Die Schulempfehlung wird fast immer Realität
Bei den Schulempfehlungen schnappte die Falle dann zu. Die Annahme, Lehrer würde Einwandererkinder schon wegen ihrer Abstammung diskriminieren, wiesen die Forscher um Hradil indes zurück. Zwar werde nur der Hälfte dieser Kinder eine gymnasiale Laufbahn vorgeschlagen (Schüler ohne Migrationshintergrund: zwei Drittel). Dieser Abstand gehe aber fast vollständig auf die schlechtere Einkommens- und Bildungsposition der Eltern zurück: "Die schlechteren Bildungschancen von Migranten sind also letztlich ein Unterschichtenphänomen", so Hradil.

Intensiv widmeten sich die Wissenschaftler auch der Notengebung. Beispiel Mathematik: Kinder aus der bildungsfernen Unterschicht sind in diesem Schlüsselfach deutlich schlechter als Oberschichtkinder, und zwar um eine ganze Notenstufe. Unterschichtsmädchen fallen hinter den höheren Töchtern sogar um 1,4 Notenstufen zurück.

Dagegen liegen Kinder mit mindestens einem ausländischen Elternteil nur um 0,2 bis 0,3 Notenstufen hinter Viertklässlern mit Eltern deutscher Herkunft. Migration allein muss demnach noch keineswegs zu schulischen Sorgen führen. Unheil droht vor allem, wenn in Familien geringe Bildung, niedriges Einkommen und ausländische Abstammung zusammenkommen - als Ursachen orten die Mainzer Forscher "unbewusste Diskriminierung durch die Klassenlehrer oder unterschiedliche Bildungswünsche der Eltern".

Nach Beginn des nächsten Schuljahres fragten die Wissenschaftler noch einmal, was aus den Empfehlungen wurde. Klares Ergebnis: Fast immer befolgen die Eltern den Rat des Klassenlehrers für die weitere Schullaufbahn - ob richtig oder falsch, die Empfehlungen setzen sich also beinahe eins zu eins durch. Damit sei auch der tatsächliche Übertritt ans Gymnasium "nicht leistungsgerecht", urteilen die Mainzer Forscher.



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Montag, 8. September 2008

One out of three Turkish academics in Germany think about moving to Turkey


More than 24,000 Turks are currently enrolled in German universities, a good five times more than in 1980. Proof and hope of a strong-going German integration policy? Not likely. As a new study reveals, more than one-third of German students of Turkish background are planning to move back to Turkey in the future.

According to the results of a survey carried out by the Turkish Academics and Students in Germany (TASD) in cooperation with the Applied Future and Organizational Research Institute (Futureorg Institute), 38 percent of Turkish academics currently in Germany intend to move to Turkey in the future.

"We were both surprised and not surprised about the results," says Kamuran Sezer, a social scientist with the Futureorg Institute, which developed the survey. "On the one hand this high rate of repatriates is not a new phenomenon. We have already been observing this outward migration trend for some 10 years. Nonetheless, we had never expected the actual number to be that high," he says.

Researchers also classified the reasons academics wish to move to Turkey. An overwhelming majority, 42 percent, say the reason is the "lack of a sense of feeling at home." This was followed by professional (21 percent) and economic reasons (11 percent).

"According to these results, academics in Germany of Turkish background do not identify strongly with the country they live in," Sezer concludes.

"At this point one really has to inquire about the shortfall of German integration policy," Sezer states. "How is it that these people are so discontent with a country they've lived in for so long?" he asks. Interestingly, the majority of respondents (73 percent) were born in Germany.

However, answering these questions is up to both Germans and Turks, the researcher states. "Germany urgently needs a more of 'we-feeling,' a certain sense of belonging together and thus, also of tackling the actual problems and questions together," he emphasizes.

Dr. Dirk Halm, a migration analyst with the Center for Turkish Studies (TAM) in Germany, is not surprised at all with the survey's results. "We always knew that career entry for academics of Turkish descent is much harder than for their German competitors," he says.

However, the consequences of the migration movement for German society are serious. "If such a migration movement becomes widely accepted, this will surely be an obstacle for the further development of a proper Turkish middle-class -- which is actually of utmost importance if the German integration process is to be successful," Halm says.

However, compared to Germans, immigrants still face many more difficulties in the German employment market, even when highly qualified. The employment rate among academics of non-German background is 68 percent, compared to 86 percent among ethnic Germans, according to the "Jobs for Immigrants" study, carried out in 2007 by the Organization for Economic Cooperation and Development (OECD).

This is reason enough, it seems, for highly educated Turks to consider leaving Germany and try their luck in Turkey.

Multilingualism a plus

Aslı Özkan is one such academic. She returned to Turkey six months ago and agrees that German academics of Turkish descent face more challenges in their work life than their German colleagues. "Being a Turk in Germany at the very least means you often have to prove yourself more than others," she says, giving the example of a friend who would frequently stress his Ph.D. title because he was treated more equally as a result. In contrast, the Turkish business environment looks favorably upon Turks who grew up in Germany. The highly reputed German university education, multi-lingual skills and intercultural experience are decisive factors that give applicants an added edge in the Turkish labor market.

The repatriation debate has over the years become a hot topic of debate at the Berlin Turkish Science and Technology Center (BTBTM), a civil society initiative founded by academics and students of Turkish descent in Berlin, Ahmet Salih Yurdakul, a member of the BTBTM Board of Directors, says.

The general perception in German integration politics is that well-educated Turks are unproblematic; in other words, well-educated Turks are usually regarded as "successfully integrated" immigrants, he explains. "However, the results of the study show that this is actually not the case and people have begun to wonder why these people want to leave Germany," he says.

But successful integration is not only up to language skills or a satisfactory financial situation, he notes. "Integration is, first of all, a matter of feeling. And the fact is that many Turks simply feel unwelcome in Germany," he says, adding that this task is not only up to laws. "It is the general atmosphere in German society that has to change!"

Even though academics may feel less discrimination than the majority of the less-educated migrants, "when I see other Turks being discriminated against, I too feel uncomfortable, irrespective of the fact that I am not directly being affected," Yurdakul says.

Trying one's luck in Turkey again, the returnee's table may help!

This situation has led many academics to try their luck in Turkey. However, starting anew in Turkey is not as easy as it may sound as some only know Turkey from their vacation experiences.

Yurdakul knows about these difficulties, too. Having grown up in Turkey, he decided to study in Germany when he was 19. Today, after having lived in Germany for more than five years, he says Germany is not like Turkey.

Özkan suggests being prepared for challenges that will naturally go along with any move. She, for example, struggled quite a bit to polish her Turkish.

Another general cause for concern is Turkey's lack of proper social security. "Compared to Germany, you work more for less money and the insurance system is by far not as good as the German one," Özkan says, noting that this should be something to be kept in mind when really thinking about a life-long stay in Turkey.

It was these questions and concerns of the so-called "returnees" that brought up the idea of establishing a "returnee's table," a kind of meeting point for Turkish repatriates in İstanbul. Çiğdem Akkaya, a businesswoman who lived in Germany for many years before returning to Turkey, made the initiative reality two years ago. "We observed very high demand for a community of Turkish repatriates here," she says. Together with some friends she established the "Returnees' Table."

Starting with 12 participants, the group has grown to over 50 regulars today. A further 800 are connected to the group via newsletters and the online forum "Xing." Most are academics and are happy to have a group with which they can exchange information. "We are different -- not fully Turkish but not completely German either. It's good to have space for that, too," she says.


07 September 2008, Sunday

KRISTINA KAMP İSTANBUL



Interview mit Ahmet Salih Yurdakul (BTBTM-Vorstandsmitglied)...

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Freitag, 5. September 2008

Ungenutzte Chance - Warum türkische Akademiker Deutschland verlassen



Sie sind eine Minderheit in Deutschland: gut ausgebildete, türkischstämmige Akademiker, die man in deutschen Führungsetagen gut gebrauchen könnte. Aber immer mehr dieser Hochqualifizierten verlassen das Land oder wollen in naher Zukunft gehen. In Deutschland fühlen sie sich nur unzureichend integriert oder gar missachtet. Viele sind deshalb schon gegangen und finden zum Beispiel in Istanbul gute Arbeitsmöglichkeiten.

Interview mit den BTBTM-Mitgliedern Berna Yardim und Soner Süral...


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Montag, 1. September 2008

Anmeldungen zum Projekt "Zweite Generation"

Das Projekt „Zweite Generation“ wurde im Jahre 1992 in die Welt gerufen und existiert nunmehr sein über 15 Jahren erfolgreich. Im Rahmen einer Ausschreibung des Berliner Senats gewann dieses Projekt und wurde anfangs unter der Schirmherrschaft der damaligen Ausländerbeauftragten Barbara John und seitdem von Integrations- und Migrationsbeauftragten des Senats Günter Piening subventioniert. Leider reicht die Subvention allein für die Finanzierung des Projekts nicht aus, daher ist die Entrichtung einer Teilnahmegebühr von € 35,- pro Schulhalbjahr seitens der SchülerInnen notwendig. Die Subventionen seitens des Senates sind aufgrund von Kürzungen geringer geworden. BTBTM wehrt sich gegen weitere Kürzungen vehement und versucht diese Gebühr beizubehalten. BTBTM hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Projekt umzusetzen. In ehrenamtlicher Arbeit organisieren und koordinieren wir das Projekt und gewährleisten einen reibungslosen Ablauf. Das Projekt „2. Generation“ setzt sich aus zwei Teilbereichen zusammen: Ergänzungsunterricht und Beratungsarbeit für Abiturienten (Bildungsinländer).


Anmeldungszeitraum:

01.09. bis 12.09.2008, wochentags von 17 bis 19 Uhr im BTBTM-Büro

Marchstrasse 6

Asta- Villa

3. OG, Raum 308

10623 Berlin

Mitzubringen sind:

Schülerausweis und die Kursgebühr

Reservierungen und Probestunden sind nicht möglich!


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„Ikinci Kusak Projesi Kayit Dönemi basliyor“


Berlin Türk Bilim ve Teknoloji Merkezi’nin (BTBTM) düzenledigi ‘Ikinci Kusak Projesi’ devam ediyor. Eyalet Göç ve Uyum Görevlisi Günter Piening tarafindan desteklenen ikinci kusak projesi çerçevesinde lise ögrencileri için düzenlenen ek dersler 2008 egitim ve ögretim dönemi kayitlari 01. Eylül ve 12. Eylül 2008 arasi gerçeklestirilecektir.

Türk ve diger göçmen kökenli lise (Gymnasium) ögrencilerine Almanca, Ingilizce, Matematik, Fizik, Kimya, Biyoloji, Siyasal Bilimler ve Fransizca dersleri verlilecek. Okullardaki ders müfredatlarina göre hazirlanan ek dersler ortalama 8 kisilik gruplar halinde verlilecek. Kurs ücreti 6 aylik dönem için kurs basina 35 Euro. BTBTM Proje Yönetimi anne ve babalara, çocuklarinin zayif derslerini düzeltmeleri için bu tür ek derslere göndermeleri için çagrida bulunuyor.

Ikinci Kusak Projesi’nden yararlanmak isteyenlerin 01.09. ile 12.09. 2008 arasi BTBTM’nin Berlin Teknik Üniversitesi’ndeki bürosuna kayit yaptirmasi gerekiyor.

Kayit yaptirmak isteyenler hafta içi her gün saat 17.00 ile 19.00 arasinda Teknik Üniversite kampüsü üzerindeki BEL –binasin’daki (Marchstrasse 6) BTBTM bürosuna müracaat edebilirler.

Kayit dönemi:

01.09. ile 12.09.2008, hafta ici saat 17'den 19'a kadar BTBTM'nin Bürosu'nda

Marchstrasse 6

Asta- Villa

3. OG, Raum 308

10623 Berlin

Gerekli belgeler:

  • Ögrenci Kimlik Karti (Schülerausweis)

  • Kurs ücreti (35 Euro)


DETAYLI BILGI ICIN LÜTFEN TIKLAYIN (ALMANCA)!!!
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